Kritiken zu »Ernst«

Falter, Gerhard Stöger//

»…schroffe Härte verbindet er mit behutsamer Zartheit.«

Falter/ 2022

OÖ Nachrichten, Reini Gruber//

»Beck ist ein Meister des Weglassens, einer textlichen Minimalistik, die Raum lässt, um als Hörer mit- und weiterzudenken.« Weiterlesen

als ich dann mich umdrehte

als ich dann mich umdrehte nach zurück in die Vergangenheit schaue rund um mich hinter meiner vorder meiner links rechts gilt’s nix ersehen musste allein des Weges auf weiter Flur zu sein gut gemeint für gut gemeint schlecht gemacht selber Ursache und Symptom gewesen zu sein verwundet vom hineinknien treten ziehen strampeln Besserwisser on the road we will rock you highway to hell – als ich dann spüren konnte wohin jedes meiner Worte hinein in den Arsch der Welt für den Arsch der Welt weil Menschen lieben die Unterhaltung Ablenkung Bestätigung schuld sind immer die anderen ja aber Musik das Hummtata Trallala Gemmagehtscho einer geht immer noch Schlager – als ich dann allein da stand und dem Staub Wind Dreck Gelsen meine Texte hineinvertiefend vergeudend weit und breit keine Sau interessiert was denn alles so daher kommt da war der Tag an dem ich die Nacht begann zu bevorzugen Weiterlesen

Interview/ „Die Welt liebevoll umgestalten“

Jürgen Plank interviewte mich – hier der Link

Am 22. Oktober 2022 präsentiert Thomas Andreas Beck sein sechstes Album „Ernst“ im TAG (Wien). Ein Gespräch über die aktuelle Single „Deponie“, das Nicht-Liebevolle, Narzissmus und den Dalai Lama.  Weiterlesen

Deponie. Film. Lied.


»Deponie« ist ein Rausch, ein Traum(a), eine Erinnerung daran, wie einsam wir uns als Kinder gefühlt haben. Es fügt sich thematisch an Soap and Skin´s „Spiracle“, das man immer wieder hören muss, auch wenn der Schmerz kaum zu ertragen ist – bei Thomas Andreas Beck eingebettet in aufwühlende Pianoakkorde (G.Allacher) und berührende E-Gitarrenexperimente (T. Pronai). 

Der Trost: eine schwere Kindheit muss nicht zwangsläufig in eine narzisstische PolitikerInnenkarriere münden, auch reflektierte KünstlerInnen können aus ihr entwachsen.

Film von Lukas Beck, nach dem Buch »Ich lebe|sterbe« von TA Beck.

Konzert, Kino & neues Album: Es ist Ernst.

Fotografie/Zoe Opratko// Styling/Devi Saha// Location/Ex Zicksee// Band von Links/Thomas Pronai, Georg Allacher, Thomas Andreas Beck
Am Samstag, 22. Oktober um 20:00 werde ich – gemeinsam mit Thomas Pronai und Georg Allacher mein neues Album »Ernst«* präsentieren.

Am Montag, 3. Oktober 20:00 zeige ich im Rahmen der Poolinale Nights im Filcasino Wien erstmals den Kurzflim zum Lied »Deponie« – wir spielen live dazu. Danach läuft die Wien-Kinopremiere der Cohen-Doku »Halleluhjah: Leonard Cohen. A Journey, a Song.«

Bitte Karten jetzt kaufen!

3.10.// Filmcasino Wien – Poolinale Nights
22.10.// Theater an der Gumpendorferstrasse

Die Single »Deponie« kannst Du schon jetzt vorbestellen – Hier der link zu allen gängigen Online-Kanälen.

Herzlich!
Thomas Andreas BeckP.S: 
Zoe Opratko (Fotografie) und Devi Saha (Styling) waren mit uns dort, wo der Zicksee mal war. Bilder sagen mehr als tausend Worte: Es ist Ernst. 

*)
„Wenn du mich nicht begehrst, verlasse ich dich,“ singt uns die Demokratie mit der Stimme des Wiener Liedermachers Thomas Andreas Beck entgegen wie eine gekränkte Geliebte. Die Klänge sind dunkel, der Beat treibt. Während die Beine schon tanzen wollen, möchte der Kopf den Text verstehen, in die Poesie eintauchen.Das 6. Album „Ernst“ von Thomas Andreas Beck ist textlich wieder eine Mischung aus brandaktuellen politischen Ereignissen, verdrängter Geschichte und starken Emotionen, die dem/r Hörer/in direkt ins Nervengeflecht fahren.

Gewidmet ist es Beck´s langjährigem und kürzlich verstorbenen Mentor, dem Sozialforscher Prof. Ernst Gehmacher.Musikalisch fühlt man sich in den Underground Club aus Wim Wender`s Film „Engel über Berlin“ entführt. Die Musik ist beunruhigend und anziehend – sie hüllt ein und erschreckt. Der Sänger ist jedoch nicht Nick Cave, sondern Thomas Andreas Beck und der Club ist eigentlich ein Lokal unter den U-Bahnbögen Wiens.

„Wir haben miteinander unseren eigenständigen  Bandsound entwickelt“, sagt Beck, der sich mit E-Gitarren und Effektgeräten beschäftigt und auf diese Weise meist Nachts in seinem burgenländischen „Atelierhaus Breitenbrunn“ komponiert. Gleichzeitig verweist er auf die zu allen Liedern eingebrachten musikalischen Inputs seiner kongenialen Musikerkollegen Thomas Pronai und Georg Allacher: „Die Lieder habe ich alleine geschrieben, Produzent und musikalischer Mastermind war dann Thomas Pronai. In seinem Container Recordings-Studio in der Cselley Mühle haben wir das Album in mehreren Nächten zu dritt analog eingespielt.“ Thomas Pronai ergänzt: „Es ging mehr um das Songwriting. Da haben wir uns Zeit gelassen und immer wieder Rücksprache gehalten. Ich habe musikalisch und textlich Feedback gegeben. Im Studio haben wird schnell, aus dem Bauch heraus, gearbeitet.“

Ein starkes, ein wichtiges Album zur Zeit. Es ist „Ernst“ – aber die Hoffnung auf eine bessere Zukunft mit mehr Empathie und Weisheit lässt sich jederzeit an uns selbst entzünden.



#kuratorbeck #9Nächte #10Konzerte

LakeSoud Breitenbrunn 2022: Das schottische Prinzip, Voodoo Jürgens und die Ansa Panier.

9 Nächte, 10 Konzerte in Serie. 11 hätten es sein sollen, gestern leider eine Absage. Das tut weh, denn mit feinstem Jazz von Café Drechsler und Martin Klein hätten diese stürmischen Festivalnächte runter landen sollen. So riss es uns alle schroff raus aus dem Traum. Aus einem Traum, den gut 5.000 Menschen gemeinsam durchflogen sind. Weiterlesen

Nein. An Krieg gewöhne ich mich nicht.

Nein. An Krieg gewöhne ich mich nicht. Liegt es daran, ein Kriegsenkelkind zu sein? Beide Elternteile während des Krieges geboren, beide Großelternteile im Krieg involviert. Aufgewachsen mit dem großen Schweigen und einer Version der Geschichte, in der immer “die Anderen schuld“ waren, wir “die Guten“… Irgendwann war es mir nicht mehr möglich, diese Version zu glauben. Weiterlesen

Andersdenken. Gleichdenken. Mitmarschieren. Andersverstehen.

Andersdenken.

Wichtig für uns, für die Demokratie. Für die Gesellschaft, ihre Entwicklung und Innovation. Weisheit wächst aus Andersdenken, Hinterfragen, Aufdecken. Aus dem unbeschränkten Ausdruck der freien Meinungen. Dialog, Streit, Diskurs, Debatte, Konflikt, Kompromiss, Konsens, Dissens. Wunderbar. Was es dazu braucht ist Vertrauen, offener Geist und offene Sprache. Fragen stellen um verstehen zu können. Meinung sagen. Provozieren – also »Herausfordern« – des Gegenübers. An die Grenzen gehen, friedlich, sprachlich. Den Andersdenkenden förmlich zur Stellungnahme zwingen. Weiterlesen

Weltflüchtlingstag

Weltflüchtlingstag, heute.

Hab mich gerade in meiner Überheblichkeit ertappt, kurz nach dem Munterwerden – Kaffee, Vogelgezwitscher und Traumwetter genießend: „Ah, es ist Weltflüchtlingstag, schnell eine mahnende Botschaft dazu absenden und weiter geht’s.“ Weiterlesen