Thomas Andreas Beck bringt zur Sprache. Am liebsten in seiner Lyrik, denn die entspricht ihm am meisten. Auch in seinen Liedern und Performances. Seine Kunst ist nichts und niemandem verpflichtet. Sie ist oft hart, sie verstört, macht sichtbar, klagt an. Der ORF verortet Beck „zwischen Qualtinger und Jelinek“. Einer Schubladisierung verweigert er sich. Ihm geht es nicht um Bezeichnungen, sondern um die Wirkung seines Schaffens, das immer ausgerichtet ist auf die Zukunft. Seine Bezugspunkte? Menschenwürde, demokratischer Diskurs und das freie Wort. Er schaut dorthin, wo andere lieber wegschauen. Das macht er nicht nur in seiner Kunst, sondern auch beim Lösen wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Probleme: Beck stört, bevor er hilft. Oft kommt er erst dann ins Spiel, wenn es brennt – bei Fusionen, Generationswechsel, Krisen. Red mal mit dem Tom, heißt es dann. Der Weg liegt meistens hinter den Themen, die er ans Licht holt. Die er mit Sprache auf die Welt bringt. Hier wie da. In einem Spektrum zwischen Kraftausdrücken, Fachausdrücken – und Stille, denn auch die gehört zur Sprache. Und ja, es kommt vor, dass er mit der Klientel auch im Wald spazieren geht. Ein Zauberort!
Geboren 1968, Vater von zwei erwachsenen Söhnen, verheiratet mit der Kostüm‑ und Bühnenbildnerin Devi Saha. Er lebt in Wien und Breitenbrunn am Neusiedlersee und ist seit 2026 Generalsekretär des österreichischen PEN‑Clubs.
