Und führe uns nicht in Versuchung sondern erlöse uns von dem Bösen.

Wie geht es den so genannten »Alphatieren«, wenn sie via ORF ausgerichtet bekommen, dumm zu sein, wenn sie vom Finanzminister gemaßregelt und als gierige, allgemeingefährliche Verharmloser denunziert werden? Was macht es mit dem willensstarken Sportler, wenn ihm verboten wird, allein im Wald zu trainieren? Unter welchen Rahmenbedingungen lasse ich mich führen, folge ich Anweisungen und gefährde zugleich mein Vermögen, sperre ich mein Unternehmen zu, sage ich Festivals und Lesungen ab, zerstöre ich meine Erfolgsformel? Um dem größeren Ziel zu dienen: Menschenleben zu retten. Wohlgemerkt: das Leben von Österreichern und Österreicherinnen („und von allen, die in diesem Land leben“). Darum geht es jetzt. Nicht um das Leben von Klima- und Kriegsopfern, Selbstmördern, Passivrauchern, Flüchtlingen oder an Hunger Sterbenden. Weiterlesen

Hilfe in der Krise.

Seit Tagen sind wir mittendrin in den Turbulenzen. Ich habe Hilfreiches und Wissenswertes aus meinem »Krisen-Management-Werkzeugkasten« zusammen gefasst: Für alle, denen es jetzt hoffentlich gut geht, aber auch für jene, die gerade mitten drin stecken. Im Alltag, in der kleinen Wohnung, im Hilfseinsatz, im Existenzkampf, in der Angst, der Beziehungskiste, vielleicht sogar in der Verzweiflung, der Trauer oder so wie ich vorgestern in der wilden Wut über die kollektive Zerstörung so vieler großartiger Unternehmen und Arbeitsplätze. Wer über das hinaus Hilfe braucht, reden will, um einen Rat fragen oder einfach nur erzählen wie es ihm geht: Bitte einfach bei mir melden. Ich bin da! Weiterlesen

Trailer zum neuen Album »Stille führt«

Film von Lukas Beck. Das Album »Stille führt« kommt am 9.6. bei Hoanzl auf die Welt.

Wenn du in egoistisch dröhnenden Zeiten etwas zu sagen hast, kannst du panisch zu brüllen beginnen – oder still und zärtlich werden – wesentlich und ursprünglich. Jedoch nicht leise.

Frohe Ostern aus Athen.

Fünfzehn mal mehr Suizide, seit Beginn der Krise – im Vergleich zur Zeit davor. Eine „griechische Statistik“ – also sowieso nicht wahr, schrieb ein Freund auf Facebook. Die Griechen haben sich bereichert, auf Kosten der braven, anderen EU-Staaten. Sie haben gelogen und betrogen. Also passt’s schon wenn sie jetzt leiden müssen. Und dass sich Familienväter in den Kopf schießen, weil sie den zu hohen Lebensstandard, die zwei Autos, die Privatschule für die Kinder, das Haus nicht mehr leisten können – das berührt uns nicht: das hat uns nicht zu berühren. Denn wer Schulden hat ist selber schuld. Und wer Geld hat, hat Recht.

»Never put money over « – das sagte Hafsat Abiola-Costello am World Future Forum 2017. #WFF17Bregenz. Hafsat’s Vater war nigerianischer Spitzenpolitiker und ließ sich nicht kaufen: kurz danach war er tot. Ermordet. Was Hafsat mit dem Satz, der für sie neben der Gleichstellung von Mann und Frau die wichtigste Veränderung für eine friedliche Zukunft ist, meint ist, dass Geld über Leben steht. Weltweit. Dass Krieg wegen Geld und Gier existiert, weil Ungerechtigkeit zu Rache führt. Weil „Schulden eintreiben“ wichtiger ist als Menschenleben bewahren, retten.

Die Griechen. Fahren 120 in der Stadt, freuen sich, wenn sie diesen Monat irgendwie ihre Lebenskosten geschafft haben. Verkaufen gegrillten Kukuruz am Straßenrand. Wenn du Café Helenico metrio bestellst, leuchten ihre Augen. Sie füttern die Katzen auf der Straße, lassen jede Delle in ihren Autos Delle sein – als wertvolles Erinnerungsstück. Zu Ostern strömen sie zu Hunderttausenden vor Mitternacht in die orthodoxen Kirchen, singen gemeinsam, reichen sich das Feuer von Kerze zu Kerze und sind still dabei.

Arbeit ist hier Mangelware. Architekten haben nichts zu planen, weil Geld nicht mehr in Immobilien fließt. Warum? Weil der Staat den Besitz von immobilen derart hoch besteuert hat, dass es Geld kostet statt Rendite bringt. Zugleich ist jeder Euro Einkommen mit 30% besteuert – die Krise trifft somit die Ärmsten am härtesten. Ob die Menschen durch die Krise vielleicht sogar glücklicher geworden sind, frag ich Apostolos – unseren Gastgeber. Er zieht an seiner selbst gedrehten Zigarette, denkt. Schaut. Und sagt: „maybe.“ Da ist kaum mehr Möglichkeit, durch Konsum Glück zu finden. Die, welche den Konsum zur Gottheit erhoben hatten, finden sich – griechisch statistisch – in der Gruppe der wahrscheinlicheren Selbstmörder. Wenn Geld alles war, ist nichts mehr, wenn Geld weg ist. Viele Griechen haben ihren Glauben, ihre Familie, ihre Liebe zur Landschaft. Ihre Lebensfreude.

Griechenland nährt sich – auch – aus seinem Glauben, an seiner Religiosität. Still, nicht fanatisch.
Ein wundervolles Osterfest verbringen wir hier. Irgendwie gut geerdet, am Boden, unaufgeregt. Frei. Freuen uns auf und über gutes Essen, erleben das erste Schwimmen im Meer wie einen Rausch der Sinne, nippen am heißen Kaffee. Teilen uns den zähen Saganaki, Spinat mit Tintenfisch, Sardinas und Moussaka.

Während Hunderttausende Flüchtlinge nach wie vor in Lagern hier ausharren. Eine Völkerwanderung, die hier an der Griechischen Küste Europa erreicht. Wo die Binnenländer Routen dicht machten und somit den Griechen etwas schuldig blieben: Solidarität. Brüderlichkeit. Geld.

Erdogan’s Macht wird und diesem Augenblick, wenige Kilometer von hier entfernt, mit großer Wahrscheinlichkeit erweitert. Seine Laune wird entscheiden, ab wann hier in Griechenland wieder das Tor nach Europa gestürmt wird. Und wir arrogant hochmütig in unseren hochverschuldeten Häusern vor’m Facebook sitzen und uns vor den Fremden fürchten. Weil sie uns unseren geborgten Wohlstand nehmen wollen. Bald werden wir wieder erkennen, dass das Zentrum Europas nicht Braunau am Inn, sonder Athen ist. Für immer. Demokratie braucht Gelassenheit, Demut und die Freiheit der Gedanken – vor allem die Freiheit von Geld.

Ich bin zum unzähligsten Male hier im Land der Götter. Und immer wieder erreichen mich die Menschen hier mitten im Herz.

Und irgendwann bleib i dann duat. Lass alles liegen und stehen. Bleib von daheim für immer vuat…
Frohe Ostern. Und allen Eierlosen wünsche ich, dass sie ihre bald finden.
#greece #europa #athen2017

Leise, weil’s draußen so laut ist…

Wenn du in egoistisch dröhnenden Zeiten etwas zu sagen hast, kannst du panisch zu brüllen beginnen – oder still und zärtlich werden – wesentlich und ursprünglich. Singen statt nur sagen. Leise, weil es draußen laut ist, achtsam, weil die Gesellschaft brutal ist, liebevoll, weil’s so egoistisch zu geht. Jedoch nicht leise werden. Nur still. 

Das neue Album „Stille führt“ ist fertig aufgenommen: Im Winter 2017 allein eingespielt in Tom’s Hut, Wienerwald, Österreich. 

Fünf Minuten nach Zwölf.

Der Tag danach – oder der erste Tag im Neuen.
Soziale Klimakatastrophe. Das ist es. Wir? Mittendrin. Für mich ist gestern Mittag eine Ära zu Ende gegangen. Der Zeitpunkt hätte kein authentischerer sein können: fünf vor zwölf startete der ORF den Livestream. 

Um Punkt Zwölf betrat das Team des Verfassungsgerichtshofs in seltsamen Kostümen und toten Tieren auf Schulter und Haupt den Saal – um uns fünf Minuten nach Zwölf in die Gesichter zu sagen, dass wir zu deppad sind einen Bundespräsidenten selbst zu wählen. 

Uns in einer zu hundert Prozent auf law&order Art und Weise basierenden Arroganz abstrafen. Genau so theorie- und machtgeil, wie manche dieser Wiener Parksherrifs. Kein Millimeter Menschlichkeit. Nur Regel, Gesetz, Ordnung, Vorschrift.  Bei Gericht gibt es keine Gerechtigkeit. Nur Urteile. Diese menschlichen Göttergestalten haben uns mit Mienen wie Henker – vor allem die Frau links neben dem Chef schaute drein wie bei einer Todesurteilsverkündung – voll eine in’s Bürgergesicht gewatscht. Und der Kanzler, der Bundespräsident, der Vizekanzler, der Innenminister bedanken sich Minuten danach für die Gestreckte Rechte mitten ins Gesicht. Das ist nicht meine Welt. 

Das alles am Zeugnistag. Setzen, Fünf. Wir sehen uns im Herbst wieder. Dass ich am letzen Sonntag im Oktober mit Andy Holzer durch den Madagaskar Dschungel paddeln werde, sei mal Nebensache. Bis dahin gibt’s ja noch die Briefwahl. Noch. 

Wer mich näher kennt, weiß, dass ich ein sehr frei denkender Mensch bin, mich grundsätzlich an Regeln und Gesetze halte – und dass ich – wenn ich mich vom System ungerecht schikaniert oder ausgebeutet fühle (Stichwort sadistische, sich in Hauseinfahrten versteckende Parksherriffs) mich unendlich aufregen kann. Sie auch mal anbrülle, Ihnen empfehle „sich endlich einen guten Job zu suchen statt hier so unnedich herumzuturnen.“ Und dann die Strafen zähneknirschend bezahl. E. Noch.

Wir müssen also neu wählen. Weil die FPÖ hirnrissige Missstände aufgezeigt hat. Jedoch nicht um des konstruktiven Aufzeigens Willen, sondern um dem Hofer doch noch eine Chance zum Sieg zu verschaffen. Sieg. Darum geht es. Macht. 

Wütend bin ich auf die ex Innenministerin Mikl-Leitner, welche diesen katastrophalen Zustand zu verantworten hat. Denn die (UN)Fitness der Wahlbehörde und des Systems (Stichwort Schulung und Qualitätssicherung) fällt in ihre Periode. 

Da war die mir – ohne das verheimlichen zu wollen – persönlich mehr als nur unsympathische HAK Lehrerin aus dem Weinviertel jedoch primär mit der Beschaffung ihrer seltsamen Schmuckstücke, schrillen Kostümen und NLP Floskeltrainings beschäftigt.  Weiterlesen

Rechne mit dem Schlimmsten – und freu dich darauf.

Was uns jetzt auf die Köpfe fällt ist nicht der Himmel – sondern unsere Gottlosigkeit. Unsere fehlende Spiritualität. »Gott« im Verständnis von »Urvertrauen, Demut und Verbundenheit mit der Welt, mit dem Universum«. Eine Gesellschaft, die sich über Kirchenaustritt, Konsumanbetung, Stars, Wirtschaftsgurus und Werbeikonen definiert, hat die Fähigkeit, konstruktiv mit Angst umzugehen, nach aussen delegiert.

Wir haben gelernt, die »falschen« Götter anzubeten. »Falsch« – weil nicht in uns, weil mächtig über uns. Weil wir uns sehenden Auges gerne täuschen und betrügen lassen. Weil wir unsere Authentizität träge der Bequemlichkeit geopfert haben – wir kaufen uns glücklich. Sind süchtig nach dem von Aussen glücklich gemacht zu werden. Brauchen Urlaube, Fahrzeuge, Markenkleidung und Schönheitsprodukte um uns zu spüren. Spekulieren im Casino des Lebens. Kaufen Brieflose statt uns selbst Liebesbriefe zu schreiben. Verschieben die Schuld statt selbst Verantwortung zu übernehmen. Übersehen sehenden Auges die himmelschreienden Ungerechtigkeiten der Globalisierung, tragen Fetzen aus Kinderhand und spekulieren mit Lebensmitteln.

Akzeptieren Kriege, welche wir uns »schön reden« – weil sie ja »gegen das Böse« sind. Akzeptieren, dass 2014 in Gaza 2267 Menschen – davon 2200 palästinensische Kinder, Mütter, Väter, Brüder, Schwestern – von Bomben zerfetzt wurden, weitere tausende verstümmelt und schwer verletzt, die gesamte Infrastruktur vernichtet ist – und wundern uns, wenn 2015 palästinensische Messerattentäter durch Jerusalem rennen und morden. »Beispielloses Ausmass an menschlichem Leid« – schreibt die UN darüber.

Wen interessiert’s? Wir glauben an gar nicht’s – ausser an’s Geld und an das Böse. Fürchten uns vor den Fremden und schreien nach Recht und Ordnung. Nach Grenzen, Zäunen, Ausweisungen, Obergrenzen, Kontrollen und Schleierfahndungen. Wir opfern unsere Freiheit, unsere Intimsphäre. Wir freuen uns über die millimetergenaue iPhone Navi Standortbestimmung unserer Selbst – ohne auch nur eine Sekunde daran zu denken, dass somit jeder halbwegs IT – kompetente Kiberer ebenso weiss, wo wir gerade sind, wohin wir uns bewegen wollen, wer ausser mir zugleich auch dorthin will (trifft sich eine potenzielle Terrorgruppe oder doch nur ein Klassentreffen?) und sogar wie schnell ich dorthin unterwegs bin. Online Strafzettel für Schnellfahren inklusive.

Wer glaubt an’s Gute!? An Liebe, Glaube, Hoffnung? Wir sind zu einem grossen Teil unspirituell, ungläubig, unverbunden, verstellt. Unfähig, mit Unsicherheit und Gefahr lebendig umzugehen. Leidenschaftlich zu leben. Wir betteln nach Sicherheit, bezahlen freiwillig mit unserer letzten Freiheit und merken vor lauter psychischer Verdrängung gar nicht, dass wir uns freiwillig zu Sklaven gemacht haben.

»Urvertrauen« – die wichtigste Fähigkeit um Liebe empfinden und geben zu können. »Liebe« – das Gegenteil von »Angst«. Urvertrauen bedeutet: »Ich rechne mit dem Schlimmsten und freue mich darauf.« Wir wimmern und zittern uns egoistisch durch’s Leben – zu feig, den Preis für ein liebevolles – also mutiges – Leben zu bezahlen, für ein Leben voller Leidenschaft! Wer kennt diese pure Freude – aber auch diesen Schmerz, diese Wut und Angst? Dieser magische Gefühlscocktail,  den es nur mit allen vier Zutaten gibt. Freude allein spielt es nicht – Angst, Schmerz und Wut sind der Preis der wirklichen Freude, der Euphorie des Lebens! Durch unser ungläubiges Verlangen nach einer Unsterblichkeit, die es in diesem Leben, auf dieser Welt, nicht gibt, wurden wir süchtig und manipulierbar. Wir wählen diejenigen Parteien, welche uns »die Angst zu nehmen« versprechen – und liefern uns ihnen somit erst recht wieder aus. Anstatt an uns und unsere unbändigbare Kraft zu glauben.

Wir lassen uns via »uns schützendem« Gesetz verbieten, Marihuana zu rauchen – und übersehen, dass genau dadurch unser Bewusstsein erweitert und die Ängste kleiner werden würden. Kiffen macht mutig und frei im Geist, Alkohol stumpf und dumm. Klingelt’s? Weiterlesen

Freude für MOMO Kinderhospiz

Es gibt nicht’s Gutes – außer man tut es. Den Satz habe ich schon als Kind gelernt – und ich bin überzeugt, dass er wahr ist. Die genialsten Gedanken, Ideen, Worte sind nur so viel wert, wie wir sie auch in die Realität übertragen.

Als ich von Martina Kronberger-Vollnhofer gefragt wurde, ob mein Lied »Freude« für MOMO Kinderhospiz verwendet werden darf, war das der Anfang eines verrückenden, verrückten Projektes. Über Nacht waren 41 KünstlerInnen ehrenamtlich dabei, ebenso gut 20 weitere Menschen für die Projektorganisation zur Stelle. Und uns gelang gemeinsam eine »beseelte« utopische Realisierung.

Momo hift, wenn Familien ihre schwerkranken Kinder und Jugendlichen zu Hause betreuen. Sie organisieren die notwendige Unterstützung, die betroffene Eltern brauchen: medizinische und pflegerische Betreuung, psychische und soziale Beratung, Hilfe für Angehörige und Geschwisterkinder. Damit die bleibende Zeit eine gute sein kann.

Seit gestern Abend ist das Ergebnis »Freude für Momo« als Film und Lied auf der Welt! Der Film ist dazu da, um das Thema Sterbe- und Trauerbegleitung aus dem Tabu heraus zu holen, um die Initiative MOMO zu stärken und (last but not least) der Welt zu zeigen, welche grossartige Herzenskraft in der Österreichischen Musikszene steckt!

Du kannst ganz konkret DREI mal helfen:
1) Den Film auf youtube ansehen, wirken lassen – und bitte teilen.
2) Das Lied um nur 0,99€ auf iTunes kaufen, der Reinerlös geht an MOMO.
3)

Direkt mit MOMO in Kontakt treten: ehrenamtlich helfen, Geld spenden. Weiterlesen