Die »schau ma mal Grenze«

Was für ein mächtiges Wort. Grenze. Abgrenzung. Grenzübergang. Grenzerfahrung. Grenzzaun. Grenzverletzung. Grenzziehung. Grenzschranken. Grenzkontrolle.

Grenzen verbinden. Grenzen trennen. Niemand kann »nur seine eigene Grenze« bauen, nur für sich. Einseitig. Grenze bezieht sich immer auch auf die andere Seite. Niemand kann andere aussperren, ohne sich zugleich einzusperren.  Ich bin ein absoluter Freund klarer Grenzen. Gesunder Grenzen. Grenzen sind immer gemeinsame, nachbarschaftliche Bauwerke. Die Grenze ist immer auch der Ort der Berührung, der Begegnung. Und auch der Ort des Krieges, des Konfliktes. Aber auch der Ort des Filterns, des achtsamen Kennenlernens, der Prüfung. Ohne Achtsamkeit passiert an den Grenzen Verletzung. Achtsame Grenzen beschützen mich ohne mich einzuengen. Grenzen sichern und schützen Vertrauen. Grenzen ermöglichen uns ein friedliches Miteinander, schützen vor Missbrauch und regeln die Nachbarschaft. Ich möchte mich auf Grenzen verlassen können! Grenzen ermöglichen Frieden und konstruktive Nachbarschaft.

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Das Rezept: Glück gegen die Krise.

Der folgende Text ist aus einem Gespräch mit Professor Ernst Gehmacher entstanden:

Pro. Ernst Gehmacher & Thomas Andreas Beck

Prof. Ernst Gehmacher & Thomas Andreas Beck

Die Krise ist da, kein Zweifel. »Irgendetwas entsteht von unten her, eine neue geistige Bewegung.« sagt Ernst. Die Ängste und Probleme wurden mehr, die Lösungen sind für uns alle schwer greifbar, weit weg, kaum vorstellbar. Die Erkenntnis, dass es so nicht weiter gehen kann, verbreitet sich wie ein Lauffeuer.

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Alles soll wieder so werden wie es niemals war.

Als Eltern zweier Söhne gingen wir damals zur Familienberatung. »Umgang mit Geschwisterkonflikten« war das Thema. Was mir bis heute, 15 Jahre später, in Erinnerung blieb, ist so einfach wie auch genial: Das Kind mit der grösseren Auffälligkeit – also das gerne als das »schwierigere Kind« bezeichnete – braucht statt Strafe und »gib endlich Ruhe, lass deinen Bruder auch an’s Spielzeug« noch mehr Aufmerksamkeit. Noch mehr Zeit mit ihm allein, noch mehr Wertschätzung, noch mehr Zuhören, noch mehr Pflege, noch mehr vom Kuchen.

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Frauen an die Macht!

Mir fallen in diesen Tagen so viele Frauen auf, die den Menschen im Lager Traiskirchen und an anderen Orten – wie z.B. Klosterneuburg – helfen. Autos voller Windeln, Unterhosen, ISO-Matten, Lebensmittel im Freundes- und Kundenkreis einsammeln – mit  Autos höchstpersönlich liefern, sich vernetzen, posten, berichten. Initiativen starten. Flüchtlingskinder unterrichten. Anpacken, wo die Politik versagt. Frauen, die mich an Löwinnen erinnern – schützende, entschlossene Mütter.

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JA! Es ist nur dann gut, wenn’s für Alle gut ist.

Die »Wirtschaft der Freude« –  eine Idee, für welche ich mich bis vor 3 Jahren gemeinsam mit einer Gruppe anderer Vordenker_innen – rund um meine unternehmerische Heimat, den Impact Hub Vienna – eine Zeit lang engagiert habe. Als Initiative haben wir uns nach einer intensiven Phase zwar verloren,  vor allem weil wir uns jeweils auf unsere individuellen, sinnvollen Projekte konzentrieren wollten – ich mich auf meinen Weg als Liedermacher.

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Die stärkste Alternativwährung ist die Liebe

Weil es heute leider noch aktueller ist als damals – 2011, als dieses Interview geführt wurde. Vor vier Jahren hatte ich schon das Gefühl, es ist »Höchste Zeit« – heute sehen wir’s in Griechenland. Eines steht fest: So werden wir nicht weiter machen können! Das falsche Geld)System besser zu machen bedeutet, die Scheisse durch würzen schmackhafter zu machen. Das mag ja ala Leberkäse sogar gelingen – jedoch zum gesunden Lebensmittel wird er dadurch nie und nimmer.

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Die eine Ziege, die eure Sprache spricht.

Angstmonopol? Nur einer versteht euch? Nur einer spricht eure Sptrache? Er: Der Einzige. Blauäugig. Fesch. Geht’s noch? Also: der größte Volltrottel Österreichs muss doch nachrechnen können, dass die Behauptung „ein Einziger“ ned stimmt. Seit Wochen würgt es mir den Frühstückssmoothie hoch, wenn ich an diesen Narzissmusplakaten vorbei muss. Eifersüchtig bin ich – sonst nix. Ich versteh euch doch auch! Nicht nur er allein. Wieso kann er das ungestraft behaupten? Jetzt picken meine eigenenPlakate in ganz Wien. So! Ich versteh euch auch. Geist Erfahrer. Warnduscher. Geh! Punkt.

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Der Affe fällt nicht gern vom Baum.

So schön hab mas, da in unserem Östereich. Viel gerühmt, geprüft, geliebt.

Gerühmt: Der Held! Wie geil sind wir denn!? Berge, Ströme, Döme, Äcker, Töchter, Söhne, Hämmer. Zukunftsreich. Wir singen es laut – wir sind gerühmt, Helden. Der Held. Jetzt sogar Heldinnen und Helden. Wir können alles, beschenkt mit Potenzial. Naturkraft. Bauwerke. Durchströmt. Wir sind wichtige, gewichtige Menschen. Große Söhne, große Töchter, Mütter, Väter wohl ebenso. Also fähig, besonders, bewundert. Von wem, frag ich mich? Wer findet uns, mit dem Blick von außen, so besonders. Wer gerühmt uns? Was ist so gerühmt an uns Töchern und Söhnen? Was sind unsere Heldinnentaten? Weltbedeutende, meine ich. Wer braucht uns? Wer ehrt uns!? Wofür? Was tun wir für die Hilfsbedürftigen dieser Welt? Wenn uns mal jemand braucht – wirklich braucht! – verkriechen wir uns in unserer unrühmlichen Minderwertigkeit und jammern uns einen ab? Um dann national stolz die Hymne zu singen. Und uns abzukapseln, zu wimmern, dass wir ja selber Hilfe brauchen. Der Duden ist bei dem Begriff „gerühmt“ übrigens mit seinem Latein am Ende. Egal. Wir sind es. Jeah! Helden ohne Eier, ohne Pferd. Ohne Taten.

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Nachhaltigkeit geht ganz einfach: Hörz auf mit deppad sein.

Nachhaltigkeit ist ja in Wirklichkeit nichts Besonderes. Nachhaltigkeit bedeutet einfach, sich nicht mehr unnachhaltig zu verhalten. So zu leben, dass es nicht auf Kosten der Folgegenerationen passiert. Eine Gesellschaft, die eine Nachhaltigkeitsbewegung als notwendig erkennt, hat sich – und das ist das Gute daran – eingestanden, dass es so nicht weiter geht. Nachhaltigkeit bedeutet also, aufzuhören, auf Kosten anderer Gruppen und Generationen egoistisch zu leben.

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Und wenn du mich nicht begehrst, dann verlasse ich dich.

Österreich streitet. Wie geil ist das denn?! Rot blaue „Nein“ Profilbilder, Aufschreie, Jubelpostings, Liebesaufrufe, Solidarität, „Sage Nein – Konstantin Wecker“ Videos an den Pinwalls, Wertediskussionen und reihenweise gelöschte „habe mich von allen Ausländerhetzern hier getrennt“ Ex-FacebookfreundInnen…

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