Regieren sollten sie.

Regieren sollten sie.

Den Blick weit nach vorne, die Zeichen und Probleme der Zeit erkennen. Still sein, nachdenken, vorausdenken, sich mit den Weisen der Gesellschaft treffen, ihnen zuhören. Mut und Zuversicht verbreiten, alle ins Boot holen.

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Mei Bua// 2018// Kreta

Es war der Tag, an dem ich meine Yamaha FZX750 ohne jeden Zweifel im Bazar inserierte. Einen Tag später war sie weg. Ich schaute dem Fremden nach, der mit röhrendem Auspuff die Feuerwehrstrasse einmal runter und einmal rauf raste. Zwei scharfe Schlangenkurven und eine inszenierte Notbremsung später drückte er mir fünftausend Schilling in die Hand, schraubte das Kennzeichen ab und verlud das Nakedbike auf den Anhänger seines Autos.

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Steh hin.

Zazenkai Konzert, Luzern

Das Album „Stille führt“ zu taufen hatte etwas mit Anna Gamma zu tun. „Freude“ landete während eines einwöchigen Sesshins bei ihr in der Schweiz. Kreiste tage- und nächtelang in meinem Körper umher, terrorisierte mich beharrlich und hielt mich davon ab, voll und ganz in die Stille zu tauchen.

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Auf den Spuren des Nationalsozialismus in Österreich.


Gemeinsam mit einer Gruppe um die Zen Meisterin Anna Gamma begab ich mich auf die Reise. Auf den Spuren der Verbrechen das Nationalsozialismus in Österreich. Warum: Weil hin schauen, hin gehen hilft zu verstehen, unter welchen Bedingungen Menschen zu Horrortaten fähig sind – und was es daraus für unsere Gegenwart und Zukunft zu lernen gibt…

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Kopfkino Madagaskar


Tag 01 | 17.10.2016 | Wien – Istanbul

Gebucht hab ich diese Reise vor dem 15. Juli 2016. Frag mich gerade – während ich in der heißen Sauna sitze – zweifach: erstens – hätte ich auch nach dem Putsch und den darauf folgenden, zigtausenden Verhaftungen den Flug bei Turkish Airways via Istanbul gebucht? Und – zweitens: wieso funktioniert mein iPhone bei 80 Grad Celsius?

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Heimat bist du grosser Helden, Opfer und Stars.

Nationalfeiertag, 26. Oktober 2015

Gerühmt, Geprüft, Geliebt. Helden, Opfer, Stars. Österreich. Es ist Zeit! Höchste Zeit. Jetzt. Oder nie. Auf zum kollektiven Erwachsen sein. Wir haben uns teilweise verirrt. Wir spalten uns. In die, die Sklaven ihrer Angst sein wollen – und in die, welche kompromisslos das Prinzip Menschlichkeit leben wollen. Beide Wege führen in die Irre. Österreich braucht die Vereinigung der Gegensätze, der Lager, der klaren Grenzen und der menschlichen Offenherzigkeit. Und wir brauchen Führerinnen – Männer und Frauen gemeinsam – welche jetzt Mut und Hoffnung zum Ausdruck bringen. Utopische Zuversicht und nüchternen Realitätssinn vereinen. »Ja, es ist scheisse, ja, wir haben uns das alle anders gewünscht, ja, es tut weh, ja, wir fürchten uns. Und ja: Wir stehen vor den wichtigsten Jahren Europas, seit 1945 war es nicht mehr so ernst und gefährlich für uns. Wir – die gerühmten, geprüften und geliebten ÖsterreicherInnen. Zeigen wir der Welt doch, was in uns steckt! Nutzen wir die Chance, als Mittelpunkt dieses Erdteils den Führungsanspruch zu stellen. Der ganzen Welt zu zeigen, wie das Utopische zu realisieren ist. Lassen wir uns von Nichts und Niemandem auseinander bringen. Wir sind ein Volk der Vielfalt, der Unterschiede, der Kulturen. Schon immer – und auch in Zukunft! Österreich ist frei. DAFÜR!

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Die wirklich coolen Typen umarmen Flüchtlinge.

Ambivalenz ist das treffende Wort für das aktuelle Gefühlswirrwarr. Was ist richtig was ist falsch, wer hat recht, was ist fair? Was sagt das Hirn was der Bauch und was das Herz  – und vor allem: was sagt die Partei, die Ideologie – und was der Freundeskreis? Vertrauen und Mut versus Angst und Feigheit.

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Die »schau ma mal Grenze«

Was für ein mächtiges Wort. Grenze. Abgrenzung. Grenzübergang. Grenzerfahrung. Grenzzaun. Grenzverletzung. Grenzziehung. Grenzschranken. Grenzkontrolle.

Grenzen verbinden. Grenzen trennen. Niemand kann »nur seine eigene Grenze« bauen, nur für sich. Einseitig. Grenze bezieht sich immer auch auf die andere Seite. Niemand kann andere aussperren, ohne sich zugleich einzusperren.  Ich bin ein absoluter Freund klarer Grenzen. Gesunder Grenzen. Grenzen sind immer gemeinsame, nachbarschaftliche Bauwerke. Die Grenze ist immer auch der Ort der Berührung, der Begegnung. Und auch der Ort des Krieges, des Konfliktes. Aber auch der Ort des Filterns, des achtsamen Kennenlernens, der Prüfung. Ohne Achtsamkeit passiert an den Grenzen Verletzung. Achtsame Grenzen beschützen mich ohne mich einzuengen. Grenzen sichern und schützen Vertrauen. Grenzen ermöglichen uns ein friedliches Miteinander, schützen vor Missbrauch und regeln die Nachbarschaft. Ich möchte mich auf Grenzen verlassen können! Grenzen ermöglichen Frieden und konstruktive Nachbarschaft.

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