Und führe uns nicht in Versuchung sondern erlöse uns von dem Bösen.

Wie geht es den so genannten »Alphatieren«, wenn sie via ORF ausgerichtet bekommen, dumm zu sein, wenn sie vom Finanzminister gemaßregelt und als gierige, allgemeingefährliche Verharmloser denunziert werden? Was macht es mit dem willensstarken Sportler, wenn ihm verboten wird, allein im Wald zu trainieren? Unter welchen Rahmenbedingungen lasse ich mich führen, folge ich Anweisungen und gefährde zugleich mein Vermögen, sperre ich mein Unternehmen zu, sage ich Festivals und Lesungen ab, zerstöre ich meine Erfolgsformel? Um dem größeren Ziel zu dienen: Menschenleben zu retten. Wohlgemerkt: das Leben von Österreichern und Österreicherinnen („und von allen, die in diesem Land leben“). Darum geht es jetzt. Nicht um das Leben von Klima- und Kriegsopfern, Selbstmördern, Passivrauchern, Flüchtlingen oder an Hunger Sterbenden. Weiterlesen

Hilfe in der Krise.

Seit Tagen sind wir mittendrin in den Turbulenzen. Ich habe Hilfreiches und Wissenswertes aus meinem »Krisen-Management-Werkzeugkasten« zusammen gefasst: Für alle, denen es jetzt hoffentlich gut geht, aber auch für jene, die gerade mitten drin stecken. Im Alltag, in der kleinen Wohnung, im Hilfseinsatz, im Existenzkampf, in der Angst, der Beziehungskiste, vielleicht sogar in der Verzweiflung, der Trauer oder so wie ich vorgestern in der wilden Wut über die kollektive Zerstörung so vieler großartiger Unternehmen und Arbeitsplätze. Wer über das hinaus Hilfe braucht, reden will, um einen Rat fragen oder einfach nur erzählen wie es ihm geht: Bitte einfach bei mir melden. Ich bin da! Weiterlesen

Zwanzig Jahre selbst und ständig


Am 2. September 1998 gab es noch den Schilling. Fünfhunderttausend Stammkapital brauchte ich um ein Jahr nach dem Sprung in die Selbständigkeit meine Tombeck Marketing und Vertrieb GmbH zu gründen. Aus versteuertem Privatgeld musste es sein. Ich investierte meinen ersten Gewinn in mich.

Der Euro kam kurz danach, gefolgt von der Jahrtausendwende. 13,7603 und 2000. Zwei Zahlen, die mir Jungunternehmer die ersten grauen Haare bescherten. Dreißig Jahre jung war ich damals, bis dahin angestellt und erfolgreicher Vertrieb- und Marketingmanager in einem Baumaschinenunternehmen.

Ich wusste 1998 nicht genau was ich unternehmen werde – doch ich wusste, dass ich frei sein will. Frei von Macht von Oben, frei von Ohnmacht, frei von Anweisungen und frei von Kontrolle und Rechtfertigungsdruck.

Frei für mein Eigenes, meine Kreativität, Verrücktheit und Herr meiner eigenen Zeit. Ich hatte mich selbst als Kapital, meine Gedankenkraft – und einige, wenige gute Freunde. Ohne diese Freunde hätte ich gar nichts geschafft, allein wäre ich gescheitert. Zu allen möglichen Tages- und Nachtzeiten standen mir Babsi, Clemens, Seppi, Elisabeth, Martin und Wolfgang zur Seite. Was diese Sechs mir voraus hatten: sie waren bereits selbständig. Sie kannten allesamt diesen fordernden Cocktail aus Freude und Angst. Aus Freiheit und Bürokratie. Aus Abenteuer und Verlorenheit. Aus Erfolg und Krise. Meine Freunde schenkten mir, was es nicht zu kaufen gibt: Ihre Erfahrungen, ihre Zuversicht und – vor allem – ihr Zutrauen. Sie nahmen mich in ihrem Kreis auf.

Wenige Jahre später sollte eine Begegnung mein Leben verändern: Ich lernte Professor Ernst Gehmacher kennen, ein renommierter Sozialwissenschaftler. Durch Ernst lernte ich die Ordnungen und Gesetze menschlicher Beziehungen verstehen, die Welt des Sozialkapitals. Er schenkte mir sein Wissen, seine Weisheit. Bis heute ist Ernst mir Mentor und Ratgeber, bis heute weiß er auf meine unbeantwortbaren Fragen Antworten.

Es dauerte mehr als zehn Jahre, bis ich mitten im Trubel des Beratungsgeschäfts mein Künstler Sein wieder entdeckt hatte. Meine Gitarren waren verstaubt, meine Lieder vergessen, meine Kompositionen sehr selten geworden. Dominant waren meine Projekte für Firmen zwischen BMW, Mercedes, unicredit, Raiffeisen, Stadt Wien, Denzel, Radatz, Salewa, Familien- und Lebensministerium. Am spannendsten fand und finde ich bis heute die Arbeit mit kleineren Familienbetrieben. Ich hatte mir mittlerweile als Experte für „Human Empowerment“ einen Namen gemacht, hatte meine ersten Lehrveranstaltungen an Universitäten und Fachhochschulen.

Ausschlaggebend für meine Rückbesinnung an die Musik war vor allem eine weitere Begegnung. Andy Holzer kam in mein Leben, eine Freundschaft, welche vom ersten Moment an wie ein Wirbelsturm in mein Leben donnerte. Die Nähe zu Andy, gemeinsam mit ihm in den Dolomiten zu klettern, im Weissensee zu tauchen oder einfach nächtelang über unsere Ideen und Pläne zu reden, zu blödeln – von Anfang an vergessen zu haben, dass er von Geburt an blind ist. Das hat mein Leben an den Grundfesten verändert, erschüttert, erneuert. Eine Freundschaft, welche mich in die Antarktis, in den Dschungel von Madagaskar und tief rein in mein Selbst geführt hat.

Heute feiere ich zwanzig Jahre Selbständigkeit. Heute bewege ich mich zwischen den Welten als Künstler und Manager, verbinde ich Herz und Macht. Lange kämpfte ich mit diesem scheinbaren Gegensatz, Widerspruch zwischen Bühne und Firma, zwischen Leidenschaft und Gewinnorientierung. Heute ist genau diese Verbindung von verrückter Kreativität und professioneller Verlässlichkeit meine Stärke, werde ich zur Bewältigung von Krisen ebenso eingeladen wie für die künstlerische Leitung des „Weinsommer Gumpoldskirchen“. Begleite ich Umstrukturierungen und Expansionen, Stadtentwicklung und berate Vermögende.

Konsequent lasse ich weg wass mich nicht mehr begeistert und mach somit Platz für meine neuen Träume.

Ab und zu höre ich die Worte meines Beamten- Papas, vor genau zwanzig Jahren im Ohr, sein fürsorglicher Zweifel sitzt bis heute tief in mir: „Warum gibst du eine sichere Anstellung auf!? Bis du überhaupt ein Unternehmertyp?!“

Dieser Zweifel ist immer wieder da, erdet mich, fürchtet mich, kränkt mich. Ich frage mich, was in diesen zwanzig Jahren anders gewesen wäre, hätte er gesagt: „Ich sehe den Unternehmer in dir! Ich traue dir das alles zu und glaube an dich.“

Ich habe mich oft gefürchtet, kenne die Existenzangst, diese schlaflosen Nächte in denen du glaubst, nie wieder einen neuen Auftrag zu bekommen, pleite zu gehen und zu scheitern. Ich habe mich unzählige Male gewundert, was ich alles kann, woher ich es kann. Ebenso unzählige Male erlebte ich Momente purer Freude und des Glücks – immer dann, wenn ein Werk gelungen war, wenn die Gänsehaut da war und ein unlösbar erschienenes Problem, ein Konflikt gelöst war. Wenn es den Menschen durch das Ergebnis unserer Arbeit besser ging.

Niemals wollte ich zurück in die scheinbare Sicherheit einer Anstellung. Niemals.

Ab und zu wünschte ich mir, bekannter, berühmter und noch beliebter zu sein. Um kurz nach dem Gedanken innerlich zu lächeln, mit dem stillen Satz in mir – zu mir selbst: „Tommi, du bist ein ziemlich leiwander Hawara! Mach weiter, es ist noch nicht zu Ende.“

Ich danke allen Wegbegleitern, meinen erwachsenen Söhnen Lukas und David, allen Kunden, Fans und der Bank. Und ganz besonders: meinem Papa.

Auf den Spuren des Nationalsozialismus in Österreich.


Gemeinsam mit einer Gruppe um die Zen Meisterin Anna Gamma begab ich mich auf die Reise. Auf den Spuren der Verbrechen das Nationalsozialismus in Österreich. Warum: Weil hin schauen, hin gehen hilft zu verstehen, unter welchen Bedingungen Menschen zu Horrortaten fähig sind – und was es daraus für unsere Gegenwart und Zukunft zu lernen gibt… Weiterlesen

Leise, weil’s draußen so laut ist…

Wenn du in egoistisch dröhnenden Zeiten etwas zu sagen hast, kannst du panisch zu brüllen beginnen – oder still und zärtlich werden – wesentlich und ursprünglich. Singen statt nur sagen. Leise, weil es draußen laut ist, achtsam, weil die Gesellschaft brutal ist, liebevoll, weil’s so egoistisch zu geht. Jedoch nicht leise werden. Nur still. 

Das neue Album „Stille führt“ ist fertig aufgenommen: Im Winter 2017 allein eingespielt in Tom’s Hut, Wienerwald, Österreich. 

Achtzehn Jahre und k)ein bisschen weise.

So schau ich drein wenn ich nach 18 Jahren noch immer feurig zu meinen Kunden düse…

 

Exakt vor 18 Jahren machte ich mich selbständig. Eigentlich aus meiner Unzufriedenheit heraus: Ich war es satt, unter einem egoistisch narzisstischem Führungswappler als Sales- & -Marketingmanager JCB Baumaschinen zu arbeiten. 

Seither beschaffte ich mir jeden – zuerst noch Schilling und dann – Euro selbst, hantelte mich Projekt für Projekt, Auftrag für Auftrag weiter. Zuerst als Sanierungsmanager, dann als Prozessoptimierer, Kriseninterventionierer und Verkaufstrainer. Tag für Tag ließ ich einerseits konsequent weg, was mich nicht begeisterte – und begann andererseits Neues zu lernen, Bücher zu fressen. Coachingausbildung, Systemische Aufstellen, Leadership, Markenkommunikation, Marketing – und dann die Einführung in den ZEN Buddhismus durch Anna Gamma

Das Weglassen machte Platz für begeisterndes Neues. 

Auch für die Musik. Ich begann vor 7 Jahren wieder live zu spielen – weit über 100 Konzerte sind’s seither geworden. Mein Wald fand mich, ich verkaufte mein Stadt-Atelier. Ich glaubte mir meinen Traum, dort zu arbeiten wo ich am liebsten meine Freizeit verbringe: Im Wald und beim Heurigen. Dort treffen mich meine Kunden, wir streifen durch die Wälder bei Pfaffstätten und Gumpoldskirchen. Seit 2014 arbeitet mein jüngerer Sohn David als Lehrling mit mir, der ältere Sohn Lukas seit neuestem auch. Er produziert für Kunden und uns selbst Filme. 

Heute bin ich einfach freudig und stolz, mein Unternehmer Sein achtzehn Jahre lang so erfolgreich und vor allem motiviert geschafft zu haben. 

Bethlehem, Hongkong, Paris, Kopenhagen, München, Wien, Erkheim, Bregenz, Gumpoldskirchen, Pfaffstätten, Hamburg, Berlin,… Es geht weiter. Immer noch weiter. 

Danke an alle Kunden, Partner, Fans und WegbegleiterInnen – allein wäre ich gar nichts. Alles entsteht aus unseren Beziehungen.
#coaching #consulting #leadership #epu

Die Leere wird kommen. Unaufhaltsam.

Eigene Texte aus September 2003 gefunden. Ich sollte öfter umziehen, um auf vergessene Schätze zu stoßen. 


Deine Kreativität, deine Kraft, dein Feuer, deine Sehnsucht. Absitzen und Recht tun? Das hast du gelernt. Es ist nicht Meins. Es ist nicht Deins. 

Lebe! Lebe! Gib Gas, trau dich zu dir zu stehen. Trau dich in die Revolution. In die Evolution. Verändere. Vertrau auf dich. Trau dich. Steh zu dir. Folge deiner Sehnsucht. Andernfalls wirst du zerfressen, zerfressen von deiner verhinderten Seele. Verhinderte Seelen können böse werden. Frustriert. Sinnlosigkeit frustriert. Zerstört selbst.

Weil ja der Lebensauftrag als solcher nicht verstanden wurde. Wozu also leben? 

Den Auftrag erkennen. Mutig sein. Offen sein. Öffne dich. Steh zu dir. Deiner Agression. Deiner Sexualität, deiner Urkraft. Deinem Trieb. Treib es. So wie dein Herz es dir befiehlt. Nimm die Gülle die sich dir bietet. Und halte die Leere aus. 

Die Leere wird kommen. Unaufhaltsam. Sie wird dich schütteln, verzweifeln, enttäuschen. Dich fordern, reifen, erkennen lassen.  Weiterlesen

Motivation im Arsch, Stimmung im Keller, Bank im Genick.

Jedes Wort, jeder Satz frei erfunden. Garantiert noch nie gehört – da draussen in der perfekten, guten, schönen Wirtschaftswelt. Utopische Realisierungen.

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Motivation im Arsch, Stimmung im Keller, Bank im Genick. Die goldenen Zeiten sind vorbei, die guten Leute längst weg, der Chef ein Führungswappler. Wir im Lager werden eh nie gefragt, schon längst das Hirn abgeschalten. Intern fliegen die Fetzen, der erste Stock ist schuld, das Erdgeschoss vertreibt die Kunden, der Verkauf hat’s versprochen. Wir lesen den Freitagskurier, die Linke weiss nicht was die Rechte macht. Scheuklappen. Ja, Aber! Alles schon probiert, gute Idee – das machen wir auch nicht. Da könnte ja jeder kommen, schau ma mal. Bei uns ist mehr Gemein als schafft. Betriebsrat gibt’s kan! Der Junior hat nix zum sagen, der Senior ist die graue Eminenz. Nachhaltigkeit rechnet sich nicht, csr Abteilung haben wir eh. Hörn’s ma mit dem Tschendern auf. Kunde droht mit Auftrag. Alle in einem Boot und an einem Seil, Kündigungswelle überlebt. Warum einfach, wenn’s auch kompliziert geht? Die Kollegin ist im Burnout. Lachen gehen wir in den Keller, unser Leitbild hängt am Klo. Lauter Owezahrer. Wo wir sind ist Vorne. Wer hat gesagt, dass es einfach wird? Glaub keinem Budget das du nicht selbst gefälscht hast. Probleme gibt’s nicht – nur Herausforderungen, Konkurrenz nennen wir Mitbewerb. Berater sind Eunuchen. Workshops sind scheisse, machen sie auch Konfliktseminare? Einen Coach brauchen nur die Weicheier. Was sein soll geht leicht.
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Fünf Minuten nach Zwölf.

Der Tag danach – oder der erste Tag im Neuen.
Soziale Klimakatastrophe. Das ist es. Wir? Mittendrin. Für mich ist gestern Mittag eine Ära zu Ende gegangen. Der Zeitpunkt hätte kein authentischerer sein können: fünf vor zwölf startete der ORF den Livestream. 

Um Punkt Zwölf betrat das Team des Verfassungsgerichtshofs in seltsamen Kostümen und toten Tieren auf Schulter und Haupt den Saal – um uns fünf Minuten nach Zwölf in die Gesichter zu sagen, dass wir zu deppad sind einen Bundespräsidenten selbst zu wählen. 

Uns in einer zu hundert Prozent auf law&order Art und Weise basierenden Arroganz abstrafen. Genau so theorie- und machtgeil, wie manche dieser Wiener Parksherrifs. Kein Millimeter Menschlichkeit. Nur Regel, Gesetz, Ordnung, Vorschrift.  Bei Gericht gibt es keine Gerechtigkeit. Nur Urteile. Diese menschlichen Göttergestalten haben uns mit Mienen wie Henker – vor allem die Frau links neben dem Chef schaute drein wie bei einer Todesurteilsverkündung – voll eine in’s Bürgergesicht gewatscht. Und der Kanzler, der Bundespräsident, der Vizekanzler, der Innenminister bedanken sich Minuten danach für die Gestreckte Rechte mitten ins Gesicht. Das ist nicht meine Welt. 

Das alles am Zeugnistag. Setzen, Fünf. Wir sehen uns im Herbst wieder. Dass ich am letzen Sonntag im Oktober mit Andy Holzer durch den Madagaskar Dschungel paddeln werde, sei mal Nebensache. Bis dahin gibt’s ja noch die Briefwahl. Noch. 

Wer mich näher kennt, weiß, dass ich ein sehr frei denkender Mensch bin, mich grundsätzlich an Regeln und Gesetze halte – und dass ich – wenn ich mich vom System ungerecht schikaniert oder ausgebeutet fühle (Stichwort sadistische, sich in Hauseinfahrten versteckende Parksherriffs) mich unendlich aufregen kann. Sie auch mal anbrülle, Ihnen empfehle „sich endlich einen guten Job zu suchen statt hier so unnedich herumzuturnen.“ Und dann die Strafen zähneknirschend bezahl. E. Noch.

Wir müssen also neu wählen. Weil die FPÖ hirnrissige Missstände aufgezeigt hat. Jedoch nicht um des konstruktiven Aufzeigens Willen, sondern um dem Hofer doch noch eine Chance zum Sieg zu verschaffen. Sieg. Darum geht es. Macht. 

Wütend bin ich auf die ex Innenministerin Mikl-Leitner, welche diesen katastrophalen Zustand zu verantworten hat. Denn die (UN)Fitness der Wahlbehörde und des Systems (Stichwort Schulung und Qualitätssicherung) fällt in ihre Periode. 

Da war die mir – ohne das verheimlichen zu wollen – persönlich mehr als nur unsympathische HAK Lehrerin aus dem Weinviertel jedoch primär mit der Beschaffung ihrer seltsamen Schmuckstücke, schrillen Kostümen und NLP Floskeltrainings beschäftigt.  Weiterlesen