Arbeitszeit hat wenig mit Arbeitswirkung zu tun.

Grundlegend falsch ist es, unsere Arbeit ausschließlich in Zeit zu messen. Relevant ist nur die Wirkung. Was ja schon Einstein erkannte: E=m*c2  

Es kommt darauf an, wie stark wir die Masse beschleunigen – nicht wie lange wir sie ansehen. 

Wenn die SPÖ jetzt die Arbeitszeitdiskussion (zu Recht) neu entfacht, greift das doppelt zu ungenau daneben: 

1.) geht es um den Effekt der Arbeit – nur über Reduktion der Anwesenheitszeiten zu diskutieren ist unklug, schwächt den e schon schwachen Wirtschaftsstandort. Denn spätestens der Unternehmer verdient am Effekt. Genau das ist die Quelle des Konflikts Arbeitgeber – Arbeitnehmer.

2.) ist die Arbeit an sich nicht genug im Fokus – wir brauchen eine Berufungsgesellschaft. Jeder in dem tätig, was er „wirklich wirklich will“ (© Frithjof Bergmann). Je mehr Berufung, desto mehr Effekt, was wiederum direkt auf 1.) wirkt. 

Bundeskanzler Kern erwähnt ja in jeder seiner Reden den radikalen Wandel der Arbeits- und Wirtschaftswelt, Digitalisierung ist eines seiner Schlagwörter. Also braucht es einen radikalen Wandel im System, die Stellschraube „Arbeitszeit“ allein ist kontraproduktiv.

Schönen Sonntag noch. Morgen ist endlich wieder Montag. 

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