Frauen an die Macht!

Mir fallen in diesen Tagen so viele Frauen auf, die den Menschen im Lager Traiskirchen und an anderen Orten – wie z.B. Klosterneuburg – helfen. Autos voller Windeln, Unterhosen, ISO-Matten, Lebensmittel im Freundes- und Kundenkreis einsammeln – mit  Autos höchstpersönlich liefern, sich vernetzen, posten, berichten. Initiativen starten. Flüchtlingskinder unterrichten. Anpacken, wo die Politik versagt. Frauen, die mich an Löwinnen erinnern – schützende, entschlossene Mütter.

Was mir bei allen diesen Frauen auffällt: Sie fühlen etwas, das ich am ehesten »Ungerechtigkeit« und »Würdelosigkeit« nennen will. Sie sind voller Mitgefühl, welches sie zum Handeln bringt. Mir scheint, sie müssen instinktiv etwas tun. Keine psychisch auch nur halbwegs gesunde Frau, Mutter der Welt kann schweigend mit ansehen, wie Kinder und deren Eltern vernachlässigt und mies behandelt werden. Katastrophal versorgt im Freien schlafen, kein Dach über dem Kopf. Sie springen ein, wo unser politisches System entmenschlicht agiert, strategisch berechnend, träge. Widerwärtig. Im Fall des Innenministeriums noch dazu geführt von einer Frau, die in ihren hohen Stöckelschuhen und verhärteten Gesichtszügen daher wankt, wie nach einer zu langen Ballnacht.

Danke an Euch Frauen! Es tut gut zu wissen, dass ihr da seid.

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