Spiel mit mir.

Spiel ist Hingabe. Hingabe an das, was ist. Begnügen mit dem was da ist. Der kleinste Stein wird zum Universum. Hundert Steine werden zu einem Staudamm, der Staudamm wird zu einer Brücke, der Bach wird zu einem Wasserfall, zu einem Badeteich, zu einem Fischersee.

Und dann zu einer Eruption der Urkraft, wenn ich nur einen Stein – den richtigen – aus dem Bauwerk entferne. Die Zerstörung des Spielwerkes ist keine Störung. Sie ist Teil des Spieles – Aufbau, Stau, Genuss, Zerstörung als Prozess. Spiel vergeht. Spiel kennt keine Bewertung. Keine Trennung. Spiel ist Dasein. Versinken, Mitschwimmen. Spiel ist kollektiv. Es eint Gruppen von scheinbar Fremden zu in sich verschwommenen Einheiten…

Indem ich 2004 in Griechenland in mich ging, zu mir gefunden hab, mich von mir weg – und zu mir hin – getrunken hab kam ich zum Rhythmus. Meinem Lebensrhythmus. Die Musik lernte mir, was ich bisher nicht verstehen wollte. Was ich nicht verstehen konnte. Als ich erkannte, dass mein Lebensrhythmus in der Musik erkennbar ist. Als ich erkannte, dass die beschleunigenden Rhythmen nicht meine sind. Als ich erkannte, dass ich Vater bin. Mann bin. Dass ich tief zu mir komme wenn ich mich der Musik hingebe. Sie suche, zulasse und in sie eintauche. Dass die Liebe in der Musik schwebt. Dass die Liebe zum Leben in den Sinnen schwebt, als Inbegriff der Sinnlichkeit. Duft, Farbe, Geschmack, Licht, Wachstum, Verletzlichkeit, Verletzung, Schutz. Emotion. Musik. Sie ist es, das Symbol der Liebe. Des Schmerzes, der Lust, der Leidenschaft.

Zakynthos: Ich komme! Bald.

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