Kopfkino Madagaskar


Tag 01 | 17.10.2016 | Wien – Istanbul

Gebucht hab ich diese Reise vor dem 15. Juli 2016. Frag mich gerade – während ich in der heißen Sauna sitze – zweifach: erstens – hätte ich auch nach dem Putsch und den darauf folgenden, zigtausenden Verhaftungen den Flug bei Turkish Airways via Istanbul gebucht? Und – zweitens: wieso funktioniert mein iPhone bei 80 Grad Celsius?

Weiterlesen

Madagaskar. Auf geht’s.

#Madagaskar16 | Tag 01 | 17.10.2016 | Wien – Istanbul

Mit meinen neuen Spürsinn Schuhen von Dachstein wär die Krot noch am Leben. I sag’s gleich: i war’s ned!

Gebucht hab ich diese Reise vor dem 15. Juli 2016. Frag mich grad – während ich in der heißen Sauna sitze – zweifach: erstens – hätte ich auch nach dem Putsch und den darauf folgenden, zigtausenden Verhaftungen den Flug bei Turkish Airways via Istanbul gebucht? Und – zweitens: wieso funktioniert mein iPhone bei 80Grad Celsius?

Weiterlesen

Achtzehn Jahre und k)ein bisschen weise.

So schau ich drein wenn ich nach 18 Jahren noch immer feurig zu meinen Kunden düse…

Exakt vor 18 Jahren machte ich mich selbständig. Eigentlich aus meiner Unzufriedenheit heraus: Ich war es satt, unter einem egoistisch narzisstischem Führungswappler als Sales- & -Marketingmanager JCB Baumaschinen zu arbeiten. 

Weiterlesen

Die Leere wird kommen. Unaufhaltsam.

Eigene Texte aus September 2003 gefunden. Ich sollte öfter umziehen, um auf vergessene Schätze zu stoßen. 


Deine Kreativität, deine Kraft, dein Feuer, deine Sehnsucht. Absitzen und Recht tun? Das hast du gelernt. Es ist nicht Meins. Es ist nicht Deins. 

Weiterlesen

Maskenbuch. Oder: Der ungläubige Thomas.

Gesichtsbuch. Also der Ort, an dem wir unser Gesicht zeigen.
Uns freiwillig her zeigen, mit teilen, informieren, posieren, vernetzen, markieren. Uns verfolgen, veranstalten, einladen, Gefühlszustände monitoren und kommentieren, im Idealfall sogar diskutieren. Wir positionieren uns. Zeichnen Tag für Tag das Bild, als welches wir gesehen werden wollen. Was entsteht ist nie das „wahre Gesicht“ – im Gegenteil. Es ist unsere Maske, unser geschminktes Ideal, unser Rollenbild. Maskbook. So müsste es heißen. Ehrlicher weise.

Weiterlesen

Motivation im Arsch, Stimmung im Keller, Bank im Genick.

Jedes Wort, jeder Satz frei erfunden. Garantiert noch nie gehört – da draussen in der perfekten, guten, schönen Wirtschaftswelt. Utopische Realisierungen.

»
Motivation im Arsch, Stimmung im Keller, Bank im Genick. Die goldenen Zeiten sind vorbei, die guten Leute längst weg, der Chef ein Führungswappler. Wir im Lager werden eh nie gefragt, schon längst das Hirn abgeschalten. Intern fliegen die Fetzen, der erste Stock ist schuld, das Erdgeschoss vertreibt die Kunden, der Verkauf hat’s versprochen. Wir lesen den Freitagskurier, die Linke weiss nicht was die Rechte macht. Scheuklappen. Ja, Aber! Alles schon probiert, gute Idee – das machen wir auch nicht. Da könnte ja jeder kommen, schau ma mal. Bei uns ist mehr Gemein als schafft. Betriebsrat gibt’s kan! Der Junior hat nix zum sagen, der Senior ist die graue Eminenz. Nachhaltigkeit rechnet sich nicht, csr Abteilung haben wir eh. Hörn’s ma mit dem Tschendern auf. Kunde droht mit Auftrag. Alle in einem Boot und an einem Seil, Kündigungswelle überlebt. Warum einfach, wenn’s auch kompliziert geht? Die Kollegin ist im Burnout. Lachen gehen wir in den Keller, unser Leitbild hängt am Klo. Lauter Owezahrer. Wo wir sind ist Vorne. Wer hat gesagt, dass es einfach wird? Glaub keinem Budget das du nicht selbst gefälscht hast. Probleme gibt’s nicht – nur Herausforderungen, Konkurrenz nennen wir Mitbewerb. Berater sind Eunuchen. Workshops sind scheisse, machen sie auch Konfliktseminare? Einen Coach brauchen nur die Weicheier. Was sein soll geht leicht.
«

Weiterlesen

Fünf Minuten nach Zwölf.

Der Tag danach – oder der erste Tag im Neuen.
Soziale Klimakatastrophe. Das ist es. Wir? Mittendrin. Für mich ist gestern Mittag eine Ära zu Ende gegangen. Der Zeitpunkt hätte kein authentischerer sein können: fünf vor zwölf startete der ORF den Livestream. 

Weiterlesen

Arbeitszeit hat wenig mit Arbeitswirkung zu tun.

Grundlegend falsch ist es, unsere Arbeit ausschließlich in Zeit zu messen. Relevant ist nur die Wirkung. Was ja schon Einstein erkannte: E=m*c2  

Es kommt darauf an, wie stark wir die Masse beschleunigen – nicht wie lange wir sie ansehen. 

Weiterlesen