Maskenbuch. Oder: Der ungläubige Thomas.

Gesichtsbuch. Also der Ort, an dem wir unser Gesicht zeigen.
Uns freiwillig her zeigen, mit teilen, informieren, posieren, vernetzen, markieren. Uns verfolgen, veranstalten, einladen, Gefühlszustände monitoren und kommentieren, im Idealfall sogar diskutieren. Wir positionieren uns. Zeichnen Tag für Tag das Bild, als welches wir gesehen werden wollen. Was entsteht ist nie das „wahre Gesicht“ – im Gegenteil. Es ist unsere Maske, unser geschminktes Ideal, unser Rollenbild. Maskbook. So müsste es heißen. Ehrlicher weise.

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Motivation im Arsch, Stimmung im Keller, Bank im Genick.

Jedes Wort, jeder Satz frei erfunden. Garantiert noch nie gehört – da draussen in der perfekten, guten, schönen Wirtschaftswelt. Utopische Realisierungen.

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Motivation im Arsch, Stimmung im Keller, Bank im Genick. Die goldenen Zeiten sind vorbei, die guten Leute längst weg, der Chef ein Führungswappler. Wir im Lager werden eh nie gefragt, schon längst das Hirn abgeschalten. Intern fliegen die Fetzen, der erste Stock ist schuld, das Erdgeschoss vertreibt die Kunden, der Verkauf hat’s versprochen. Wir lesen den Freitagskurier, die Linke weiss nicht was die Rechte macht. Scheuklappen. Ja, Aber! Alles schon probiert, gute Idee – das machen wir auch nicht. Da könnte ja jeder kommen, schau ma mal. Bei uns ist mehr Gemein als schafft. Betriebsrat gibt’s kan! Der Junior hat nix zum sagen, der Senior ist die graue Eminenz. Nachhaltigkeit rechnet sich nicht, csr Abteilung haben wir eh. Hörn’s ma mit dem Tschendern auf. Kunde droht mit Auftrag. Alle in einem Boot und an einem Seil, Kündigungswelle überlebt. Warum einfach, wenn’s auch kompliziert geht? Die Kollegin ist im Burnout. Lachen gehen wir in den Keller, unser Leitbild hängt am Klo. Lauter Owezahrer. Wo wir sind ist Vorne. Wer hat gesagt, dass es einfach wird? Glaub keinem Budget das du nicht selbst gefälscht hast. Probleme gibt’s nicht – nur Herausforderungen, Konkurrenz nennen wir Mitbewerb. Berater sind Eunuchen. Workshops sind scheisse, machen sie auch Konfliktseminare? Einen Coach brauchen nur die Weicheier. Was sein soll geht leicht.
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Fünf Minuten nach Zwölf.

Der Tag danach – oder der erste Tag im Neuen.
Soziale Klimakatastrophe. Das ist es. Wir? Mittendrin. Für mich ist gestern Mittag eine Ära zu Ende gegangen. Der Zeitpunkt hätte kein authentischerer sein können: fünf vor zwölf startete der ORF den Livestream. 

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Arbeitszeit hat wenig mit Arbeitswirkung zu tun.

Grundlegend falsch ist es, unsere Arbeit ausschließlich in Zeit zu messen. Relevant ist nur die Wirkung. Was ja schon Einstein erkannte: E=m*c2  

Es kommt darauf an, wie stark wir die Masse beschleunigen – nicht wie lange wir sie ansehen. 

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Aesculap, Laserkraut und der Uhu.

Gerade noch die Diskussionen mit der Kindergartentante – und gestern Matura geschafft. Der Moment wo die whatsapp Nachricht rein kam: „Bestanden“. Was für ein Gefühl der Erleichterung, der Freude.

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Österreichischer Herbst.

12.06.2016 | Vatertag

Europäischer Herbst. Österreichischer Herbst. Ich dachte ja vor exakt einem Jahr zu Sommerbeginn, dass es schon bald soweit sei. In Anlehnung an den Arabischen Frühling. Dass „es kippt“ – wir uns auf den Straßen Wiens Steine an die Köpfe werfen werden. Was dann 2015 noch nicht soweit war – da schwappte primär die Welle der Willkommenskultur über uns – war gestern kurz da, zeigte sich – und wird im Herbst 2016 sehr wahrscheinlich noch mehr soweit sein. Ein Jahr später. 

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Sterben, Sex und Geld.


Die großen Tabus unserer Gesellschaft: Sterben, sexuelle Fantasien und Geld. 

Alle drei: Eng miteinander verwoben. Es geht um’s Leben. Es geht um Macht. Es geht um’s Überleben – wenn ich schon in meinem Körper der Endlichkeit unterworfen bin, so sollen doch meine Gene, mein Stamm, mein Spirit ewig sein. Wenn es nichts Sichereres als die Gewissheit irgendwann zu sterben gibt, dann will ich genau diese Tatsache nicht wahr haben. Denn für den mächtigsten, reichsten Menschen der Welt gilt das Gleiche: Das Leben endet mit dem Tod. 

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Beck goes Hong Kong

Beck goes Hong Kong
27.052016 – 05.06.2016

TempelHK

Tag 01 | 27.05.2016 | VIE – Dubai

Allein Reisen. Ganz. Etwas anderes als zuletzt in die Antarktis.

Der wesentlichste Unterschied zwischen Antarktis und Hongkong ist, dass es diesmal eine Geschäftsreise ist, ich reise als Coach nach Asien, um dort den Team-Aufbau eines ursprünglich österreichischen Unternehmens zu begleiten.

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